per Windenergieerlass garantiert nicht wirtschaftlich !


Eine Investition in ein Windenergieprojekt bedeutet in der Regel eine langfristige Kapitalbindung, welche mit einem gewissen unternehmerischen Risiko verbunden ist. Analog zu vergleichbaren Kapitalanlagen wird außerdem mit einer Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals gerechnet.
Für Investoren gilt daher meist die Ertragsschwelle von 80 % des EEG-Referenzertrags als Mindestrichtwert zum Nachweis der Wirtschaftlichkeit eines Windenergieprojektes. Dieser Mindestertrag wird in der Praxis - fast unabhängig von Anlagentyp und Nabenhöhe - erst an Standorten mit einer durchschnittlichen Jahreswindgeschwindigkeit von 5,8 m/s bis 6 m/s in 100 m über Grund erreicht.
Da für die Eignung eines Standortes letztlich der Ertrag die entscheidende Größe darstellt, sind ergänzend zu den fünf Windkarten (Windgeschwindigkeiten von 80 bis 160 m Höhe) noch zwei Referenzertragskarten erstellt worden. In den Karten werden die Gebiete dargestellt, in denen Windenergieanlagen mindestens 60 % bzw. 80 % des EEG-Referenzertrages erzeugen können. Diese Referenzertragskarten sind mit den gängigen Geoinformationssystemen kompatibel und werden für die regionalen und kommunalen Planungsträger von der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW) bereitgestellt.
Der

Windenergieerlass Baden-Württemberg
Gemeinsame Verwaltungsvorschrift
des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft,
des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz,
des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur und
des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft.
Vom 09. Mai 2012 - Az.: 64-4583/404

regelt unter Absatz 4.1 (Seite 14) Windhöffigkeit folgendes:
Gemäss nachstehender Referenzertrags-Karte des LUBW ist im Gemeindegebiet Stühlingen kein einziger Standort ausgewiesen, in welchem einzelne Windkraftanlagen, geschweige denn eine Windfarm mit 18 WKA's wirtschaftlich betrieben werden kann.
Daraus folgt, dass Enerkraft die Gemeindebehörden bis heute verständlicherweise im Sinne ihres eigenen wirtschaftlichen Ziels berät, nämlich den Verkauf von möglichst zahlreichen WKA's an eine Betreibergesellschaft.

(Für eine vergrösserte Ansicht bitte in die Karte klicken.)
LUBW-Referenzkarte 80%
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