Verunmöglicht das Drehfunkfeuer auf der Hallauerhöhe die WKA-Pläne in Stühlingen?
 

Stühlingen-Windkraft-Drehfunkfeuer-Hallau auf einer größeren Karte anzeigen

Gemäss Google-Karte sind die geplanten Stühlinger TFNP-Konzentrationszonen alle unter 10 km vom Drehfunkfeuer Hallau/Trasadingen entfernt.

Wir nehmen an, dass der Radius von 15 Kilometern auch für das schweizerische UKW-Funkfeuer in Hallau-Trasadingen (siehe Foto oben und Google-Karte) gilt, weil die Regelung von der Internationalen Zivilluftorganisation (ICAO) stammt und deshalb mit Wahrscheinlichkeit auch grenzüberschreitend Anwendung findet.
Wir empfehlen den Gemeindebehörden und den Gemeinderäten zu prüfen, ob eine Voranfrage beim Bundesaufsichtsamts für Flugsicherung (BAF) zur Überprüfung der geplanten Vorrang-/Konzentrationszonen möglich wäre. Im Falle einer Ablehnung des geplanten TFNP durch das BAF könnten mit dieser Voranfrage unter Umständen Teile der noch auf Stühlingen zukommenden TFNP-Planungskosten vermieden werden.

Wir verdanken diese Informationen u.a. Herrn Martin Trautmann (http://www.umwelt-zukunft-gailingen.de/), der uns am 19. September auf die Problematik hinwies und Frau Erika Scheuch und Ihrem Gattten Herbert Scheuch, die uns auf den Artikel im Südkurier, Seite Wirtschaft vom 11. Oktober aufmerksam machten.



Windkraftanlagen kontra Flugsicherheit

DFS und Aufsichtsamt informieren über Gefahren für die Luftfahrt

10.10.2013.- In einem Pressegespräch in Frankfurt/Main informierten das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) und die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH über die Gefahren für die Flugsicherheit, die von Windkraftanlagen ausgehen können. Im Radius von 15 Kilometern um Radaranlagen und sogenannten UKW-Drehfunkfeuern bedarf der Bau einer Windkraftanlage der Zustimmung durch die Aufsichtsbehörde. Der Direktor des BAF, Prof. Dr. Nikolaus Herrmann, erläuterte den Genehmigungsprozess und die dafür geltenden nationalen und internationalen Regelungen. „Wir sind keine Verhinderer der Energiewende, wie uns gelegentlich vorgeworfen wird“, versicherte Herrmann, „wir sind für die Sicherheit im Luftverkehr verantwortlich und müssen mitunter unangenehme Entscheidungen treffen.“ Herrmann legte die Gründe dar, warum der Bau von Windkraftanlagen gelegentlich aus Sicherheitsgründen abgelehnt oder eingeschränkt werden müsse.
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Wir zitieren aus unserem e-mail-Austausch mit dem Bundesaufsichtsamt für Flugsicherheit (BAF) folgende Aussage des BAF:
Beteiligungen als Träger öffentlicher Belange nach § 4 Abs. 2 BauBG zu der Ausweisung von Windvorrangflächen innerhalb von Anlagenschutzbereichen werden von uns grundsätzlich dahingehend beantwortet, dass innerhalb von Anlagenschutzbereichen keine Windvorrangflächen ausgewiesen werden sollten, da mit Einschränkungen bei Zahl und Höhe der Windkraftanlagen zu rechnen ist.
Siehe dazu Seite 4 und Anlage 6 unserer Stellungnahme zum Entwurf TFNP Windkraft der Stadt Stühlingen
Süddeutsche Zeitung  4. September 2015, 18:53 Uhr
Windenergie
Rotoren im Funkfeuer
Weil die Deutsche Flugsicherung Sorge um das Funktionieren ihrer Funkanlagen hat, dürfen Hunderte Windräder nicht errichtet werden. Nun ist ein Kleinkrieg entbrannt.
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